veggie, vegetarier, die seite für vegetarier und solche, die es werden, oder sich einfach nur informieren wollen
 
 


 

Veggie's Homepage - Die Seite speziell für Vegetarier! Für Vegetarier und die, die es werden - oder sich einfach nur informieren wollen!

Cesars Grill

Unsere Nahrung, Unser Schicksal
von Dr. M.O. Bruker

Zucker, Zucker
von Dr. M.O. Bruker

Allergien müssen nicht sein
von Dr. M.O. Bruker

Erkältungen müssen nicht sein
von Dr. M.O. Bruker

Vegetarismus in den Weltreligionen

Christentum | Judentum | Islam | Buddhismus | Hinduismus

Judentum

"Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen" (!:29, Genesis)

Das heutige orthodoxe Judentum lehrt Vegetarismus zwar nicht als ein von der Heiligen Schrift gestütztes Prinzip, doch ist dies nich verwunderlichen, wenn man bedenkt, daß "jede Generation von Juden ein schlechteres Verständnis der Thora hat, als die vorhergehende" (Traktate Berakhot, 20a, Talmud Bavli).

Schon zur Zeit Noahs nahm die Moral (nicht nur in Bezug auf die Ernährung) deutlich ab.
Als die Israeliten Ägypten verließen, gab ihnen Gott manna, eine vegetarische Kost, die ihnen jedoch zu langweilig wurde. Als die Israeliten sich stattdessen Fleisch wünschten, kam dieses dann in Form von Wachteln, doch wurden sie gleich darauf mit einer fürchterlichen Seuche geschlagen.

In der Thora gibt es viele Stellen, die auf die Achtung dem Tier gegenüber hinweisen, z.B.

- daß nicht ungleich starke Tiere beim Pflügen verwendet werden sollen (Deut, 22:10)
- Tiere sich am Sabbath ausruhen dürfen (Exodus 23:12)
- Tiere vom Menschen gefüttert werden sollen, bevor er selbst ißt (Talmud)

Im Sefer Chasidim (das Buch der Frommen) wird dieses Thema wie folgt erwähnt:
"Sei freundlich und barmherzig zu allen Geschöpfen des Höchsten, die er in dieser Welt geschaffen hat. Schlage niemals ein Tier oder sei die Ursache für Schmerzen für jegliches Tier. Wirf nicht mit Steinen auf Hunde oder Katzen, noch solltest Du Fliegen oder Wespen töten."

In diesem Sinne handelten auch viele Helden der jüdischen Geschichte und wurden auch aus diesem Grunde von Gott auserwählt. So sagte Gott Moses voraus, daß er der Schafhirte des israelischen Volkes sein werde, weil dieser einmal Mitleid für ein Lamm gezeigt hatte. "Du, der Du Mitleid mit einem Lamm hast, wirst der Schafhirte meines Volkes Israel." (Exodus Rabbah 2, Midrash)
Rebekka wurde als Isaaks Frau auserwählt, weil sie Mitleid mit durstigen Kamelen hatte.

Die Thora macht auch keinen Unterscheid zwischen einer tiereischen und einer menschlichen Seele. Der hebräische Ausdruck für Tiere "nephesh chayah" kommt im Alten Testament ungefähr 400mal vor, die Übersetzung davon ist "lebende Seele". So wird auch die Genesis-Passage 2:7 übersetzt, wo beschrieben wird, wie Gott den menschen den Odem des Lebens eingab. Aus Genesis 7:15,22 ist ersichtlich, daß Tiere den gleichen "Odem des Lebens" haben wie Menschen.

Ein weiterer hebräischer Begriff für Geist bzw. Seele befindet sich im Neuen Testament: "ruach", und er ist ebenfalls für Menschen und Tiere gebräuchlich (Prediger 12:7)
In griechischen Texten wird das Wort "psyche" in gleichberechtigter Weise für alle Lebewesen gebraucht (Offenbarung 16:3)

Der Verfall und die edenischen Ideale

Im Verlauf der 1300 Jahre, in denen die Schriften der Thora entstanden sind, wurde von Propheten immer wieder versucht, Israel auf den Weg zu Gott zu führen.

Hesekiel schildert das Ideal, das Gott vom Menschen fordert und verurteilt gleichzeitig den Abfall vom Glauben ebenso wie die fleischliche Ernährung (Hes. 16:19-23)
"Die Nahrung, die ich Dir gab - mit Feinmehl, Öl und Honig nährte ich dich -, das hast Du Götzen geopfert. Du hast deine Söhne und Töchter die du mir geboren hast, genommen und ihnen Schlachtopfer zum Essen vorgesetzt. War dir dein unzüchtiges Treiben noch nicht genug? Mußtest du auch noch meine Söhne schlachten, um sie ihnen darzubringen und für sie durch das Feuer gehen zu lassen?"
Hesekiel spricht auch von den Strafen für das Volks, das die Reaktionen auf seine Handlungen erwarten muß (Hes. 16:40,41)
"Sie berufen eine Volksversammlung gegen dich ein, steinigen dich und hauen dich mit ihren Schwertern in Stücke .... Weil du die Tage deiner Jugend vergessen und mich durch dein Treiben gereizt hast, darum lasse ich dein Verhalten auf dich selbst zurückfallen."

Die von Gott gewünschte Lebensweise (die "edenischen Zustände"), war Friede, Mitleid und Barmherzigkeit mit allen Kreaturen.
"Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde und an das frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen ... sie werden Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen, Wolf und Lamm werden zusammen weiden; und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. man wird nichts Böses und nichts Schlechtes tun auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der Herr." (Jesaja 65:17.21.25)

Ein weiteres Beispiel ist die Geschichte von Daniel, der von König Nebuchadnezzar von Babylonien eingekerkert wurde und dem reichhaltige Speisen inklusive Wein und Fleisch vorgesetzt wurden. Daniel wollte jedoch nur Wasser und Gemüse und schickte den Diener des Königs zurück.
"Bring uns das für 10 Tage und urteile dann selbst. Wir werden sicherlich weiser und stärker als diejenigen sein, die die Nahrung des Königs essen. Wenn nicht, kann der König mein Leben nehmen."
Nach zehn Tagen war der Diener von Daniels Aussagen überzeugt.
(Es war derselbe Daniel, der später vor Löwen geworfen, von ihnen jedoch nicht berührt wurde, was darauf hindeutet, daß seine vegetarische bzw. mitleidvolle Natur selbst von Löwen erkannt wurde)

Von Rav Zsuya von Anapole steht geschrieben, daß er gefangene Vögel zu kaufen pflegte, um sie wieder der Freiheit zu übergeben.

Der Talmud (Eruvin 100b) sieht in Tieren nicht nur unschuldige Lebewesen, die dem Menschen auf vielfache Weise dienen, sondern von denen der Mensch auch lernen kann:
"Wäre den Juden nicht die Thora gegeben worden, würden wir Anspruchslosigkeit von Katzen lernen, gute, ehrliche Arbeit von dem Ameisen, Reinheit von den Tauben, sowie Galantheit vom Hahn, deshalb sollten Tiere geachtet werden."

Wie kommt es zu den Tieropfern in der jüdischen Religion?

Gemäß dem jüdischen Philosophen Moses Maimonides (1135-1204) war das Auftreten von Tieropfern nichts anderes als ein Ersatz für eine zuvor weitverbreitete Gepflogenheit: Kinderopfer!
Mit anderen Worten sollten Tieropfer das noch größere Übel des Mordens von Kindern ersetzen. So schreibt Jeremia dazu in 32:35: "Sie errichteten die Kulthöhe des Baal im Tal Ben-Hinnom, um ihre Söhne und Töchter für den Moloch ins Feuer gehen zu lassen. Das habe ich ihnen nie befohlen, und niemals ist es mir in den Sinn gekommen, solche Greuel zu verlangen und Juda in Sünde zu stürzen."
Diese Kinderopfer waren also noch bis in die Königszeit in Israel und Juda üblich.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich dann die jüdischen Ernährungsgesetze, kashrut, die vorwegnehmen, daß fleischliche Nahrung lediglich ein Kompromiß ist, und nur Früchte, Gemüse, unverarbeitetes Getreide etc. ohne Vorbehalt kosher sind; Fleisch dagegen ist von Natur aus zwar nicht kosher, doch erklären die teilweise sehr komplizierten kashrut- und schechitah-Gesetze, wie man es kosher bzw. rein machen kann.

Was genau ist mit "humanem" Schlachten gemeint?

Die gängige Praxis beim rituellen Töten von Rind z.b. ist die, daß das Tier in die sogenannte "Weinberg-Vorrichtung" kommt, die soweit gedreht wird, bis das Tier mit dem Kopf nach unten eingepfercht hängt, dann wird bei gestrecktem Hals die Kehle durchgeschnitten.
Bis zum Bewußtseinsverlust vergehen dabei gem. Untersuchungen der RSPCA (der englischen königlichen Gesellschaft für Verhinderung von Grausamkeit an Tieren) zwischen 17 Sekunden und 6 Minuten - eine Ziet, in der as Tier offensichtlich fürchterliche Todesqualen erleiden muß.
Abgesehen davon, daß sogar die heutige Tierhaltung teilweise schon in den Bereicht von Folter fällt, gibt es sicherlich kein "humanes" Schlachten.

Was ist kosheres Fleisch und wie kommt es dazu?

Die strikten Gesetze (schechitah, kashrut) bezüglich der Ernährung sollten ursprünglich vor allem dazu dienen, dem Tier zumindest so wenig als möglich Schmerzen zuzufügen. Wenn man eine Stufe weiterdenken würde, wäre es nicht so schwierig zu verstehen, daß man dem Tier natürlich gar keinen Schmerz zufügt, wenn man es am Leben läßt.

Für diejenigen, die es nicht lassen können, Fleisch zu essen, gibt es koshere Gesetze:
Da im Blut Bewußtsein oder Lebenskraft enthalten ist, sollte das Fleisch, das gegessen wird, ohne Blut sein. Dazu muß das Fleisch zuerst im Wasser gewaschen werden, bis kein Blut mehr sichtbar ist, danach wird es gesalzen.
Die Gefäße, in denen das Fleisch gekoshert wird, können für keine andere Nahrungszubereitung mehr verwendet werden. Das Wasser muß so abrinnen können, daß das Salz sich nicht völlig auflöst, das fleisch darf nicht zu trocken sein, sonst würde das Salz ebenfalls seine Wirkung, das Blut aus dem Fleisch zu ziehen, verlieren. Das Fleisch muß außerdem mindestens eine Stunde im Salz bleiben und das Wasser darf werder zu kalt noch zu heiß sein. Nach dem Salzen muß das Fleisch wieder dreimal gewaschen werden. Wenn das Fleisch dann nach diesen langwierigen und komplizierten Prozeduren schließlich auf den Tisch kommen soll, darf es weder zusammen mit Milchprodukten gekocht noch gegessen werden (Ex. 34:26), außerdem müßte man zumindest sechs Stunden warten, bevor man dann wieder Milchprodukte zu sich nehmen darf.

Abgesehen von der Grausamkeit des Schlachtens ist das Groteske am "kosheren" Fleisch, daß das Blut zwar aus den Arterien entfernt werden kann, nicht aber aus den Kapillaren, wo es in verdichteter form zurückbleibt.

 

Am jüdischen "Tag der Buße" (Yom Kippur) fasten alle Juden, die dieses Fest einhalten, und versuchen, durch Gebete Gottes Barmherzigkeit zu erlangen. Bei diesem Fest werden in den Synagogen auch keine Lederschuhe erlaubt. Der Grund ist, daß man nicht erwarten kann, Gottes Barmherzigkeit zu bekommen, wenn man selbst kein Mitgefühl gegenüber anderen Lebewesen zeigt.

"Ich werde eure vielen Gebete nicht hören, weil eure Hände voller Blut sind" (Jesaja 1.15)

 

Es scheint, als würde sich die jüdisch-religiöse Tradition in machen Belangen durch dogmatisches Befolgen von Ritualen kennzeichnen, deren Gültigkeit jedoch zeitlich und umständehalber bedingt war.

Doch es gibt unter den jüdischen Denkern auch einige überzeugte Vegetarier:

der Kabbalist Isaac Luria, Isaac Arama, Joseph Almo, Rav Kook (Verfasser von "Vegetarismus und Friede"), Shlomo Ghoren (der frühere Oberrabbiner Israels), Martin Buber (Philosoph), Isaac Bashevis Singer (Literaturnobelpreisträger 1978), Shmuel Yoseph Agnong (ebenfalls Nobelpreisträger), Shear Yashuv Cohen (Oberrabbiner von Haifa), Rabbi David Rosen - und immerhin ca 4% der jüdischen Bevölkerung.

Bleibt zu hoffen, daß diese Minderheit sich durchsetzt und das ursprüngliche vegetarische Ideal der Thora wiederherstellt.

 

Christentum | Judentum | Islam | Buddhismus | Hinduismus

 

 

 

 
Home | Berühmte Vegetarier | Sexy Vegetarier | Gesundheit | Rezepte | Vegetarische Restaurants | Internationale News | Weltreligionen | Argumente | Dr. Bruker | BSE | Links | Umfragen | Veggie Singlebörse | Klima | Blumensprache | Kontakt | Gästebuch | Veranstaltungen
disclaimer  VeggieConnection.com

www.ebay.de
eBay ist der weltweit grösste Online-Marktplatz auf dem jeder praktisch alles kaufen und verkaufen kann! Handeln Sie mit über 65 Millionen Menschen weltweit! Stöbern Sie in über 10 Millionen Angeboten! eBay.de bietet Ihnen mit über 1,5 Millionen Artikeln das Beste aus deutschen und internationalen Angeboten.