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Vegetarismus in den Weltreligionen

Christentum | Judentum | Islam | Buddhismus | Hinduismus

Christentum:

"Zum Volk aber sollst Du sagen: Heiligt euch für morgen, dann werdet ihr Fleisch zu essen haben. Denn ihr habt dem Herrn die Ohren vollgeweint und gesagt: Wenn uns doch jemand Fleisch zu essen gäbe! In Ägypten ging es uns gut. Der Herr wird euch Fleisch zu essen geben. Nicht nur einen Tag werdet ihr es essen, nicht zwei Tage, nicht fünf Tage, nicht zehn Tage und nicht zwanzig Tage, sondern Monate lang, bis es euch zum Hals heraushängt und es euch davor ekelt. Denn ihr habt den Herrn, der mitten unter euch ist, mißachtet und habt vor ihm geweint und gesagt: Warum sind wir aus Ägypten weggezogen?" (4, Mose, 11,18.20)

"Sie hatten aber das Fleisch noch zwischen den Zähnen, es war noch nicht gegessen, da entbrannte der Zorn des Herrn über das Volk, und der Herr schlug das Volk mit einer bösen Plage." (4, Mose, 11,33)

Sowohl aus der Bibel als auch aus der christlichen Frühgeschichte geht hervor, daß Vegetarismus ein nicht zu trennender Bestandteil der ursprünglichen christlichen Lehre war. Daß dies heute nicht mehr selbstverständlich ist, hat mehrere Gründe:

1. Mangel an Kenntnis über die frühe Christengeschichte
2. Absichtlich durch professionelle Correctores und die römische Kirche verfälschte Bibelstellen
3. Aus dem Kontext genommene und falsch verstandene Bibelzitate

1. frühe Christengeschichte

Bis zur Zeit Konstantins lebten Christen vegetarisch und verweigerten den Wehrdienst, waren aber als staatlich nicht anerkannte Religion der Verfolgung ausgesetzt.
z.B. ihre Weigerung, Opfertauben zum Zeichen der Kaisertreue zu töten, wurde ihnen oft zum Verhängnis.
Selbst der große Philosoph Seneca, der eine vegetarische Bewegung in Rom ins Leben gerufen hatte, begann aus Angst, als Christ bezeichnet zu werden, wieder Fleisch zu essen.
Unter Kaiser Konstantin (280-337) bekamen die Christen die Möglichkeit, als Staatsreligion anerkannt zu werden. Allerdings mußten dazu die christlichen Schriften seinen Vorstellungen entsprechen.
Konstantin war nicht nur überzeugter Fleischesser, sondern hatte auch kein Interesse an spirituellen Prinzipien. Deshalb begannen kirchliche "Correctores" die Schriften zu überarbeiten, so daß sie für den Kaiser annehmbar waren.
Die ersten, die diese Veränderungen zu spüren bekamen, waren die damals strikt den Schriften folgenden Gnostiker, die ab diesem Zeitpunkt als Häretiker verfolgt wurden. So ließ z.B. Kaiser Konstantin vegetarischen Christen wegen ihrer Ernährung flüssiges Blei in die Kehlen gießen.

2. veränderte Bibelstellen

- Texte, die den Unterschied zwischen Körper und Seele verdeutlichen
- strikter Vegetarismus
(Übersetzung der griechischen Wörter "broma" (Nahrung), "brosimos" (das, was gegessen werden kann), "brosis" (der Akt des Essens), "prosphaigon" (alles Eßbare), "trophe" (Nahrungsmittel) und "phago" (essen) alle fälschlicherweise mit "Fleisch"
- Entsagung von Besitztümern

Diese Änderungen führten zu dem noch heute gültigen Dogma: "Glaube an Jesus und die Kirche sind das einzige Erfordernis, in das Königreich Gottes zu gelangen"
Nachdem die eigentliche Lehre Jesu lediglich zu einer Frage blinden Glaubens and die Kirchendoktrin geworden war, war es ein leichtes, das Christentum als Religion zu verbreiten.
Da vor allem Berauschung und Fleischessen von der Kirche nicht mehr verurteilt wurde, stieg die Zahl der "Bekehrten" rasant.
"Häresien" wie der Glaube an die Wiedergeburt, oder auch das Ablehnen von Fleisch und Wein, führten zur Verfolgung durch die kirchliche Inquisition.
Auch die Entstehung der protestantischen Spaltung brachte keine wesentlich Verbesserung, da auch Martin Luther den Glauben und weniger die Taten in den Vordergrund stellte ("Glaube fest und sündige tapfer")

3. Bibelstellen, die angeblich Fleischessen rechtfertigen

Nur Stellen, die aus dem Kontext genommen sind, mögen klingen, als hätte man ein Gebot vor sich. Tatsächlich findet man im besten Fall Konzessionen für diejenigen, die "zu lustvoll sind" (5, Mose 12,20)


In Numeri, dem Vierten Buch Mose finden wir die Beschreibung, wie Gott wünschte, sie vor dem Fleischessen zu bewahren und ihnen (vegetarisches) manna vom Himmel sandte. Dennoch verlangten sie aufgrund ihrer Lust nach Fleisch. Hierauf wurde Gott sehr zornig auf sie, und warnte sie, indem er sprach:
"Zum Volk aber sollst Du sagen: Heiligt euch für morgen, dann werdet ihr Fleisch zu essen haben. Denn ihr habt dem Herrn die Ohren vollgeweint und gesagt: Wenn uns doch jemand Fleisch zu essen gäbe! In Ägypten ging es uns gut. Der Herr wird euch Fleisch zu essen geben. Nicht nur einen Tag werdet ihr es essen, nicht zwei Tage, nicht fünf Tage, nicht zehn Tage und nicht zwanzig Tage, sondern Monate lang, bis es euch zum Hals heraushängt und es euch davor ekelt. Denn ihr habt den Herrn, der mitten unter euch ist, mißachtet und habt vor ihm geweint und gesagt: Warum sind wir aus Ägypten weggezogen?" (4, Mose, 11,18.20)
Hernach sandte Gott ihnen Fleisch, aber "sie hatten aber das Fleisch noch zwischen den Zähnen, es war noch nicht gegessen, da entbrannte der Zorn des Herrn über das Volk, und der Herr schlug das Volk mit einer bösen Plage." (4, Mose, 11,33)

Auch Jesaja vermerkt den Zorn Gottes auf die Bewohner Jerusalems, weil sie das heilige Bündnis als Entschuldigung für ihre Sinnenbefriedigung mißbrauchten
"Was soll mir die Menge eurer Opfer? .... ich habe keinen Gefallen am Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke" (Jes. 1,11) "... und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut" (Jes. 1,14.15).
"Wer Rinder schlachtet, kommt jemandem gleich, der Menschen tötet." (Jes, 66.3)

Auch die Genesis Passage ".. und macht euch die Erde untertan" (1:26) ist keine Konzession zur Ausbeutung der Erde und der Errichtung von Schlachthäusern, sondern eine Aufforderung zu einer verantwortungsvollen und friedvollen Lebensweise.

Häufig mißbraucht wird auch Genesis 9:3 "Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen"
St.Hieronymus (340-420) dazu: "In der Zeit Moses war auch Scheidung erlaubt, aber auch das war nicht Gottes ursprünglich Absicht"
("..nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so." (Matthäus 19,8))
Weiters schrieb er: "Und ich sage Dir: wenn Du Vollkommenheit erlangen willst, ist es nicht gut Wein zu trinken oder Fleisch zu essen"

Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß Gott vor der Sintflut noch von "guter" Nahrung gesprochen hatte, danach allerdings immer häufiger nur mehr von "sanktionierter" Nahrung!

Was ist mit dem Osterlamm und den Fischen, die Jesus gegessen hat?

Was das Essen des Osterlamms beim letzten Abendmahl betrifft, gehen die Aussagen von Matthäus, Markus und Lukas mit denen von Johannes auseinander. Bei beiden Versionen ist jedoch keine Rede von einem Osterlamm, vielmehr deuten die Beschreibungen auf ein Abschiedsfest hin, bei dem Brot anstelle des vermeintlichen Lammes gegessen wird.

Ähnlich verhält es sich mit dem "Fischessen" von Jesus: Der sogenannte "Fisch" der Bibel ist eine vegetarische Spezialität im Osten, die aus der Fischpflanze hergestellt wird. Die weichen Fischpflanzen werden in der Sonne getrocknet, zu Mehl verarbeitet und in Rollen gebacken.

 

Eine Fehlübersetzung finden wir auch im Neuen Testament über Johannes den Täufer
"Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung" (Matthäus 3:4)
Mit diesen "Heuschrecken" (lt. locusta) sind in Wirklichkeit die Früchte des Lokustbaumes gemeint, die in Palästina zu den wichtigsten Nahrungsmitteln gehören und noch heute unter dem Namen "Johannisbrot" bekannt sind.

Wie wir aus Jesaja 7:14-15 erfahren, wurde Jesus selbst als derjenige vorausgesagt, "der sich von Butter und Honig ernähren wird".

Das fünfte Gebot des Mose heißt in der hebräischen Originalsprache "lo tiztach" (Exodus 20:13), was genaugenommen bedeutet: "Du sollst keine nur erdenkliche Art des Tötens ausüben"
Um dies zu umgehen, kamen entschlossenen Fleischesser mittlerwele auf die Idee, die Stelle einfach mit "Du sollst nicht morden" zu übersetzen, weil dann nur noch der Mensch vom Getötetwerden ausgeschlossen ist und alle anderen Lebewesen bedenkenlos umgebracht werden können.

Um das Gewissen zu erleichtern, erfanden "Christen" auch Aussagen wie "Tiere haben ja keine Seele" und berufen sich dabei häufig auf Thomas von Aquin.
Dieser war allerdings trotz seiner Genialität der Freßsucht verfallen und propagierte, daß sowohl Tiere als auch Frauen keine Seele hätten, männliche Kinder bekamen seiner Meinung nach erst nach einigen Monaten eine Seele!
Jahrhunderte später vertrat die gleiche Klasse von Christen auch den Irrglauben, daß Indianer und Neger keine Seele hätten, weswegen man sie beruhigt versklaven und auch bedenkenlos töten könne.

Eine der ausführlichsten wissenschaftlichen Studien zum Thema Seele in der Bibel ist von Elijah D. Buckner. In seinem Buch "Die Unsterblichkeit der Tiere" schreibt er zusammenfassend:
"Ohne den Schatten eines Zweifels anerkennt die Bibel, daß Tiere die gleiche Seele wie der Mensch haben. Die meisten Aussagen in diesem Zusammenhang kommen vom Schöpfer selbst, und er weiß sicherlich, ob er den Menschen und den Tieren die gleiche lebende Seele gegeben hat, oder nicht - und das bedeutet natürlich ewiges Leben"

Gemäß den Lehren von Franz von Assisi waren alle Geschöpfe Gottes gleichsam auch seine Kinder, weswegen er auch Tiere als Brüder und Schwestern bezeichnete.

Wenn man jedoch von Papst Johannes Paul II hört (1985, Rede vor Biologen), daß "es gewiß ist, daß Tiere zum Nutzen des Menschen geschaffen wurde und sie somit auch für Experimente benutzt werden können", ist es nicht verwunderlich, daß viele Christen Schwierigkeiten mit dem Thema Vegetarismus contra Fleischessen in der Bibel haben bzw. ihr Vertrauen in die Kirche und ihre Repräsentanten verlieren.

 

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