Argumente für Vegetarier
Übersicht:
Definition
Standpunkt
Ich alleine kann doch auch keine Tiere retten!
Aber die Tiere werden doch sowieso
geschlachtet.
Zu bestimmten Anlässen ist Fleisch oder
Fisch essen einfach Tradition.
Tiere fressen doch auch andere
Tiere!
Menschen haben schon immer Fleisch gegessen!
Ich töte die Tiere ja nicht selber!
Aber den Vegetariern fehlen doch
bestimmt viele Nährstoffe?
Du mußt Fleisch essen, damit du gesund
bleibst. (...oder groß und stark wirst)
Die Tiere werden doch kurz und
schmerzlos geschlachtet.
Kühe werden doch extra zum Schlachten gehalten!
Wenn wir die Kühe und Schweine
nicht schlachten würden, würden sie uns doch "überbevölkern".
Dafür töten Vegetarier ja die armen
Pflanzen!
Ich mag einfach den Geschmack von Fleisch.
Vegetarische Ersaztprodukte wie Tofu
sind zu teuer!
Fische sind aber keine richtigen Tiere.
Fische spüren keinen Schmerz.
Argument: Ich esse nur noch Fischeier (Kaviar),
dafür sterben ja keine Tiere.
Definition:
Die klare wissenschaftliche Definition für Vegetarismus lautet,
"Lebensweise, bei der vollständig auf jegliches Töten von
Tieren verzichtet wird". Wie auch immer, heutzutage hat sich
diese Bezeichnung etwas geändert. Grundsätzlich ißt jeder
Vegetarier kein Fleisch, doch auch hier gibt es Unterschiede.
Ovo- lacto- pisce- Vegetarier essen kein Fleisch, aber Fisch
und Ovo-Lacto- Vegetarier essen kein Fleisch und kein Fisch,
was die am meisten verbreitete Form ist. Lacto-Vegetarier
essen zusätzlich auch keine Eier und Ovo-Vegetarier essen
neben Fleisch und Fisch keine Milchprodukte wie Joghurt oder
Butter. Veganer verzichten auf alle tierischen Produkte und
neben den tierischen Lebensmitteln auch auf Wolle, Federbetten,
Leder, Pelze und so weiter. Die meisten Vegetarier, die es
aus moralischen oder ethischen Gründen geworden sind, verzichten
auch auf Leder und Pelz, ohne vollständig Veganer zu sein.
(top)
Standpunkt:
Kaum einer hat überhaupt noch einen Bezug zum Tier, das Fleisch
liefert. Kühe kennen viele nur noch aus der Milka- Werbung.
Katzen und Hunde essen ist auf der anderen Seite unvorstellbar,
denn die kennen wir ja. Die meisten, die man fragt, glauben,
daß Tiere nicht unnötig gequält werden sollten, sofern es
überhaupt "nötige" Tierquälerei gibt, sind gegen Tierversuche,
-transporte und Massentierhaltung. Die wenigsten würden Fleisch
essen, wenn sie es sich selber fangen und töten müßten. Einige
lehnen jegliches Töten von Tieren ab, sei es für Fleisch,
zum Spaß (zum Beispiel Angeln) oder für Leder und Pelze. Andere
vermeiden auch tierische Zutaten, da sie glauben (dafür gibt
es auch ausreichend Belege, daß auch die Tierhaltung Quälerei
ist. Selbst wenn nicht jeder diese Standpunkte vollständig
lebt, verbreiten wir Argumente für Vegetarier, da sie zumindest
jeder unterstützt. (top)
Argument: Ich alleine kann doch auch keine Tiere retten!
Gegenargument: O doch, das kannst du! Ein Beispiel: Der typische
Amerikaner hat bis zu seinem 72. Lebensjahr ungefähr 11 Kühe,
3 Lämmer und Schafe, 23 Schweine, 45 Truthähne, 1100 Hühner
und 862 Pfund Fisch gegessen. Selbst wenn die Deutschen mittlerweile
garantiert weniger Fleisch essen, ein paar Tiere weniger würden
garantiert geschlachtet werden müssen. Sicher hast du auch
schon mal zu Weihnachten eine Gans gehabt. Wenn alle Familienmitglieder
diese eine Mahlzeit auf die Gans verzichten würden, würde
eine Gans weniger geschlachtet werden. In verschiedenen Veröffentlichungen
des Statistischen Bundesamts könnt Ihr auch den jährlichen
pro- Kopf- Verbrauch an allen möglichen Produkten nachsehen.
(top)
Argument: Aber die Tiere werden doch sowieso geschlachtet.
Gegenargument: Die Tiere, die im Kühlregal liegen, sind in
der Tat tot, aber die Nachfrage regelt bekanntlich das Angebot.
Wenn niemand mehr Fleisch kaufen will, würden auch keine Tiere
geschlachtet werden, um die Regale aufzufüllen. Außerdem subventionieren
viele Regierungen (Europa ganz besonders) die Tierhaltung.
Das führt dazu, daß Fleisch billig ist, und bezahlt wird,
selbst wenn es weggeworfen wird. Dieser Zustand ist unhaltbar!
Je weniger gekauft wird, desto schwieriger wird es, die Begründungen
für diese Subventionen aufrecht zu erhalten. (top)
Argument: Zu bestimmten Anlässen ist Fleisch oder Fisch essen
einfach Tradition.
Gegenargument: Manche Familien essen Weihnachten oft Gans
und Neujahr einen Karpfen oder Forelle und so weiter oder
in den USA werden zu Thanksgiving jährlich Tausende von Truthähnen
verzehrt. Doch noch Anfang dieses Jahrhunderts war es dort
auch "Tradition", daß Frauen nicht wählen durften und selbst
die "Tradition" der Sklaverei ist noch nicht allzulange her.
In Europa wurde früher Lügnern die Zunge herausgeschnitten
und Mitte des 18. Jahrhunderts fielen viele rothaarige Frauen
den Hexenverfolgern zum Opfer. Bis vor wenigen Jahren war
es in Spanien legal, einmal im Jahr zu einem religiösen Anlaß
einen Ziegenbock von dem Kirchturm zu schmeißen! Selbst wenn
das heute verboten ist wird es doch teilweise noch praktiziert.
Möchte jemand ernsthaft behaupten, daß diese Traditionen es
würdig sind, aufrecht erhalten zu werden? Wieso also nicht
auf die Gans oder Forelle verzichten? (top)
Argument: Tiere fressen doch auch andere Tiere!
Gegenargument: Du willst Dich also mit Raubtieren wie Löwen
und Tigern vergleichen? "Leider" haben wir jedoch mit den
Menschenaffen gemeinsame Vorfahren ab, und Gorillas sind nicht
nur zu 97% in der DNA mit uns gleich, sondern reine Pflanzenfresser,
also Veganer. Wir haben keine Raubzähne oder Krallen, um unsere
Opfer zu zerfetzen. Eher im Gegenteil, denn unsere rechteckigen
Mahlzähne sind für das Zermahlen von Getreide und anderer
pflanzlicher Kost geradezu geschaffen! Außerdem ist wissenschaftlich
erwiesen, daß die Darmlänge für das Verdauen von bestimmter
Nahrung sehr entscheidend ist. Unser relativ langer Darm eines
Pflanzenfressers ist ebenso ungeeignet für die Verdauung von
schnell faulendem Fleisch wie der kurze Darm des Tigers für
die Verdauung eines Frischkornmüslis. Sieht man sich an, was
fleischfressende Tiere als erstes verzehren, wenn sie Beute
gemacht haben, regt das uns auch nicht unbedingt zum Nachahmen
an: die gefüllten Eingeweide mit den vorverdauten Nahrungsresten
des Beutetiers. Das würde kein Mensch mehr essen. Außerdem
jagen sich die Tiere ihre Mahlzeiten selber. Würdest du immer
noch Kühe essen, wenn du ihr erst in die Augen schauen müßtest
und ihr dann das Messer durch die Haut jagst und während ihren
Todesschreien das Blut aus der Wunde spritzt? Und Haustiere
wie Schweine oder Rinder werden von Menschen zu Kannibalen
gemacht, wenn sie Knochenmehl, etc. verfüttert bekommen. (Ganz
von den Fäkalien- Futtermitteln zu schweigen, wie z.B. in
Frankreich aufgedeckt) (top)
Argument: Menschen haben schon immer Fleisch gegessen!
Gegenargument: Wie im obigen Argument schon widerlegt, stammen
wir von den vegetarischen Menschenaffen ab (unsere nahen Verwandten,
die Gorillas sind sogar Veganer). Die meisten Menschen wollen
auf die Zeit hinaus, in der unsere Vorfahren Mammuts gejagt
haben. Solch ein Tier wurde aber sehr selten gefangen und
eine Jagd konnte bis zu einem Monat dauern. Außerdem war es
zeitweise, vor allem im Winter und in einigen Regionen schlicht
nicht möglich, immer genug Pflanzen zu finden. Dies war auch
einer der Gründe für die niedrige Lebenserwartung von 20-25
Jahren. Ist das erstrebenswert? Heute ist die Technik und
Wissenschaft so weit ausgereift, daß wir ohne weiteres in
der Lage sind, uns nur von Pflanzen zu ernähren. Die Evolution
stoppt nicht und wer will sich schon zurückentwickeln und
in einem Bärenfell auf Ochsenjagd gehen? (top)
Argument: Ich töte die Tiere ja nicht selber!
Gegenargument: Auftragsmord ist genauso schlimm. Hitler hat
sicher nie jemanden selbst mit seinen eigenen Händen umgebracht,
aber niemand zweifelt daran, daß er einer der schlimmsten
Mörder der Weltgeschichte war. Mit ihrem Kauf von Fleisch
geben sie sozusagen die Order, ein weiteres Tier zu schlachten,
um das Regal wieder aufzufüllen. (top)
Argument: Aber den Vegetariern fehlen doch bestimmt viele
Nährstoffe?
Gegenargument: Wieviele Nährstoffe kannst du aufzählen, die
im Fleisch enthalten sind? Sicher nicht viele, denn es sind
auch nicht viele und Vitamine erst recht nicht. Der einzige
Stoff, der relativ oft in Fleisch vorhanden ist und an dem
es früher einigen Vegetariern gemangelt hat, war Jod, doch
heutzutage braucht durch das ganze Jodsalz keiner mehr was
zu befürchten. Außerdem beweisen die Millionen lebenden Vegetarier
täglich das Gegenteil und es ist wissenschaftlich erwiesen,
daß sie eine längere Lebenserwartung haben. Zu bedenken ist
auch, daß durch das Verfüttern von Getreide an das Schlachtvieh
ca. 90 Prozent Eiweiß, alle Kohlenhydrate und alle Faserstoffe
verschwendet werden. Vitamin B12, daß vor allem in der Schwangerschaft
wichtig ist, kann man auch durch das Essen von verschiedenen
Nüssen erhalten, Eisen und Calcium ist in ausgewogener Ernährung
auch ausreichend vorhanden. Vegetarier haben einen niedrigeren
Eisenspiegel im Blut, aber bisher konnte noch niemand nachweisen,
daß das schlecht ist, eher das Gegenteil (Einige Ärzte machen
den hohen Eisengehalt im Blut für verstärktes Herzinfarktrisiko
verantwortlich). (top)
Argument: Du mußt Fleisch essen, damit du gesund bleibst.
(...oder groß und stark wirst)
Gegenargument: Es ist erstaunlich, wie oft dieses Argument
kommt, den mittlerweile müßte sich durch zig Studien doch
endlich mal durchgesetzt haben, daß Fleisch durch den hohen
Fettanteil einer der Hauptgründe für Herzinfarkt, Bluthochdruck
und Übergewicht ist. Jedes Krebsforschungsinstitut wird bestätigen,
daß Vegetarier eine viel niedrigere Krebserkrankungs- und
-todesrate haben. Wenn mensch bedenkt, daß 55 Prozent aller
Medikamente, die in den USA verkauft werden, für Schlachtvieh
verwendet werden, könnte doch schon der ein oder andere ins
Grübeln kommen. Außerdem wurde mittlerweile festgestellt,
daß einige Menschen schon gegen Medikamente immun sind, in
denen Stoffe enthalten sind, die dem Schlachtvieh zur Beruhigung
vor der Schlachtung gegeben werden. Das vorrangigste Interesse
an steigendem Verzehr von Fleisch und Milchprodukten sind
doch die, die diese Sachen verkaufen. Das ist Profitinteresse.
Hinter der Kampagne "die Milch macht's" stand zum Beispiel
die deutsche Milchwirtschaft. Wie gesagt, seht die Gorillas,
die sind noch größer und stärker und Veganer. Na, sowas...
(top)
Argument: Die Tiere werden doch kurz und schmerzlos geschlachtet.
Gegenargument: Wieso müssen dann viele Kühe mit Elektroschocks
zur Schlachtung getrieben werden, wenn diese Prozedur schmerzlos
wäre? Glaubst du ernsthaft, daß Tiere keinen Schmerz spüren,
wenn sie getötet werden? Wie erklärst Du Dir dann die Todesschreie?
Soll das ein Hallejuha sein? Und selbst falls der Schlachtakt
relativ kurz sein sollte, was auch nicht immer der Fall ist,
folgt danach immer noch der Tod. Wenn du wählen könntest zwischen
einem kurzen "schmerzlosen" Tod und dem Leben, was würdest
du nehmen? (top)
Argument: Kühe werden doch extra zum Schlachten gehalten!
Gegenargument: Früher wurden auch Sklaven gehalten, nur um
sie arbeiten zu lassen. Ist das ein Argument? Außerdem werden
in einigen asiatischen Ländern Hunde und Katzen und manchmal
in Europa auch Pferde nur zum Schlachten gehalten. Würdest
du trotzdem Hunde, Katzen oder Pferde essen? In einigen Länder
und Religionen sind Kühe dagegen heilig, werden also nicht
gegessen. Davon abgesehen, ist die übermäßige Massentierhaltung
ökologisch bedenklich. Die Pflanzennahrung kann man im Rohzustand
wesentlich effektiver nutzen, Rinderfürze vergrößern das Ozonloch,
die Medikamente in den Tierkadavern reichern sich im Trinkwasser
an, Viehseuchen entwickeln sich, die es früher kaum gab und
übertragen sich auf Menschen (siehe BSE & Creutzfeld Jacobs).
Hinter der Massentierhaltung steht eine regelrechte Industrie,
und das ist ziemlich Zynisch, da es sich hierbei um Lebewesen
handelt, die am Fließband getötet und "verarbeitet werden.
(top)
Argument: Wenn wir die Kühe
und Schweine nicht schlachten würden, würden sie uns doch
"überbevölkern".
Gegenargument: So dumm dieses Argument auch klingt, manche
Leute argumentieren immer noch damit. Doch sie scheinen zu
vergessen, daß, wenn keiner mehr Tiere essen würde, sie gar
nicht erst "gezüchtet" werden müßten. Außerdem geben Kühe
nur Milch, wenn sie schwanger sind. Würde der Milchumsatz
sinken, sänke auch die Zahl der unmittelbar nach der Geburt
getöteten und zu Tiermehl (für Futter und Gelatine) verarbeiteten
Tiere. (top)
Argument: Dafür töten Vegetarier ja die armen Pflanzen! (Mein
Lieblingsargument!)
Gegenargument: Dieses Argument erscheint meist, wenn die Person
mit ihrer Munition am Ende ist und nun verzweifelt versucht,
den Vegetarier zu attackieren. Niemand glaubt wirklich daran,
daß Pflanzen Schmerz verspüren, was auch wissenschaftlich
belegt ist, da sie keine Nervenzellen haben, die Schmerz übertragen
könnten. Wer sich dann mit Sprüchen wie "Rettet die Sojabohnen",
"Schützt die Babyerbsen", "Veg is murder" oder "Du darfst
kein FruchtFLEISCH essen" über Vegetarier lustig macht, scheint
zu vergessen, daß er selber täglich Obst, Gemüse und so weiter
essen MUSS! Niemand kann ohne pflanzliche Kost überleben,
aber jeder kann ohne Fleisch gut auskommen. Außerdem sind
Pflanzen auf einen Jahreszyklus angelegt, sie brauchen Tiere
oder Menschen, um sich fortzupflanzen und zu verteilen. Äpfel
fallen zum Beispiel irgendwann vom Baum, dann leben sie sowieso
nicht mehr. Und keiner kann ernsthaft erzählen, wir wuerden
die Bäume essen (Von Bambus mal abgesehen, aber der wächst
ohnehin schneller, als die Polizei erlaubt ;-), hihi).
(top)
Argument: Ich mag einfach den Geschmack von Fleisch.
Gegenargument: Es gibt genügend vegetarische Produkte, die
durch raffinierte Würzung haargenau wie Fleisch schmecken.
Wer also unbedingt ab und zu seinen Gaumen mit Leberwurst
kitzeln muß, kann das auch vegetarisch tun. Mit Tofu-Würstchen
und Gemüse braucht selbst auf den Grillabend nicht verzichtet
zu werden. Außerdem ist es doch meist die Panade, Marinade
oder Soße, die den Geschmack macht. Schaut doch mal, wieviel
Fleisch und wieviel Restfleischprodukte Ihr so zu Euch nehmt.
Der Fleischmüll dürfte in den meisten Fällen überwiegen, und
der ist besonders stark verfälscht. Dagegen ist gerade rohes
Fleisch auch immer sehr stark gewürzt. Wozu also das Fleisch?
Gewürze, Marinaden, etc. kann man auch mit Gemüse haben. Die
Bissfestigkeit ist zugegebenermaßen ein bißchen anders. Man
hat sich daran gewöhnt, daß Fleisch so zäh ist und viel Arbeit
beim Essen macht. Ist natürlich Unfug, zu glauben, daß man
das braucht, aber es gibt auch da mittlerweile Produkte, die
einen zum Kauen zwingen, wie Seitan, Pseudo-Gulasch, etc.
(top)
Argument: Vegetarische Ersaztprodukte wie Tofu sind zu teuer!
Gegenargument: Teilweise mag dies stimmen, doch eine der Ursachen
dafür ist, daß es immer noch relativ wenig Leute sind, die
Vegetarier sind. Durch das Gesetz der Angebot und Nachfrage
würden die Preise schnell fallen, wenn die Zahl der Vegetarier
steigt, denn dann kann in größeren Mengen produziert werden.
Im Kontrast dazu ist Fleisch nur so billig durch die Massentierhaltung
und die automatisch damit verbundene Tierquälerei. Sogenanntes
Öko-Fleisch von Bio-Bauern, die keine Massentierhaltung betreiben,
ist wesentlich teurer. In der Nachkriegszeit lebten viele
Menschen notgedrungen vegetarisch, da Fleisch für sie unerschwinglich
war. (top)
Argument: Fische sind aber keine richtigen Tiere.
Gegenargument: Nein? Was sind sie dann? In welche Kategorie
würdest du sie einordnen: Menschen, Tiere oder Pflanzen? Insekten?
(top)
Argument: Fische spüren keinen Schmerz.
Gegenargument: Nur weil Fische nicht schreien können, heißt
das noch lange nicht, daß sie keinen Schmerz spüren. Sie haben
genauso wie alle anderen Tiere, Nervenzellen, die Schmerz
übertragen. Außerdem werden beim Fang von Fischen mit Treibnetzen
auch viele Delphine, Wale, Tümmler, Robben, Schildkröten,
Haie und Seevögel getötet. Somit sind schon viele Gegenden
der Welt leergefischt. Die Zahl der aussterbenden Tierarten
im Meer ist immens. Außerdem wird für jeden gefangenen Fisch
ein halber bis ganzer wieder tot ins Meer geworfen, weil es
sich um "Beifang" handelte. Müssen wir also eine ganze Spezies
töten, nur weil wir gerade Lust darauf haben? Das ist wie
das Spaßschießen der Westeuropäer in den heutigen USA auf
riesige Büffelherden. Hat keinen Sinn, aber macht Spaß, oder
wie? Noch ein Wort zum Kaviar, denn auch ich dachte mal, wenn
ich Eier esse, kann ich ja auch Fischeier essen. Aber eine
Störin überlebt die Eientnahme nicht, weil sie dafür den Bauch
aufgeschnitten bekommt. Und dann fliegt sie, ohne Zunähen
wieder ins Wasser, um zu Verenden. (top)
Argument: Ich esse nur noch Fischeier (Kaviar), dafür sterben
ja keine Tiere
Wer einmal gesehen hat, wie Kaviar "geerntet" wird, wird sich
das genau überlegen. Die Störe sind mittlerweile im Schwarzen
Meer fast ausgestorben, weil sie aus dem Wasser geholt wurden,
Bauch aufgeschnitten bekamen, Kaviar raus, Fisch zum Verenden
ins Wasser zurück geworfen. (top)
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